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Grandioses Konzert mit spanischem Flair

März 06
17:15 2018
Ina Kancheva, Ludmil Angelov, 28.02.18 GranadaIna Kancheva, Ludmil Angelov, 28.02.18 Granada

Ina Kancheva und Ludmil Angelov zu Gast beim Festival „La Gran Belleza“ Rezension Granada 28. Februar 2018 Auditorium Manuel de Falla Konzertabend mit Sopranistin Ina Kancheva und Pianist Ludmil Angelov. Werke von Chopin, Verdi / Liszt, Pauline Viardot und Tschaikowski.

Die Festivalreihe „La Gran Belleza“, die das Auditorium Manuel de Falla Granada dieses Jahr ausrichtet, bringt die besten Vokalstimmen nach Granada. Neben einer Vielfalt an Epochen und Stilen werden Volkslieder aus dem 16. Jahrhundert, Barockmusik vom Hofe Felipe V., Werke aus Konzertsälen des 19. Jahrhunderts sowie zeitgenössische Kammeropern zu hören sein. Zum Abschluss des Festivals stellen die Solisten Ina Kancheva und Ludmil Angelov eine bemerkenswerte Persönlichkeit der Romantik vor, die in vielen Aspekten die Musikwelt prägte: Pauline Viardot-Garcia (1821-1919).

Dieser Konzertabend war von einer ganz besonderen Stimmung geprägt und sollte die Erwartungen des Publikums übertreffen. Schon nach wenigen Tönen formten die beiden Solisten farbenreiche Klangbilder und überzeugten mit harmonisch abgestimmtem Zusammenspiel. Die exzellente Auswahl der Werke ermöglichte besondere Einblicke in ein selten aufgeführtes Liedrepertoire. Ganz im Stile der Salonmusik des 19.Jahrhunderts war sogleich eine innige Atmosphäre zu spüren. Das Konzertprogramm war bedacht aufgestellt und variierte zwischen poetischen Instrumentalstücken und expressiven Liedern. Ludmil Angelov, renommierter Chopin-Interpret, eröffnete mit zwei Mazurken von Chopin (Op. 17 No. 4 und op. 6 No. 2) und verlieh mit seinen kantablen Phrasierungen den Reminiszenzen Chopins an sein Vaterland einen spürbaren Ausdruck. Diese Stimmung weitertragend, übernahm Sopranistin Ina Kancheva und führte mit vier Liedern Pauline Viardots (Pomey), die in Anlehnung an Chopin´s Mazurken entstanden sind, fort. Besonders die Lieder „Plainte d´amour“ (Op.6 No.1) und „La Fete“ (Op.6 No.4) spiegeln Viardots lyrisches Einfühlungsvermögen und kompositorisches Können wider.
Die Rigoletto – Paraphrase von Liszt ist ein überaus brillantes Konzertstück. Liszt gelingt es hier in einmaliger Art und Weise, ein Aufeinandertreffen drastischer Gegensätze musikalisch umzusetzen: flammende Liebesbeteuerungen, wortreiche Abweisungen, schmerzerfüllte Kantilenen sowie Rigolettos wütendes Parlando. Angelov konnte mit technischer Präzision und artikulierter Finesse den gewünschten Orchesterklang der wohl bekanntesten Paraphrase Liszts einfangen, da er musikalische Authentizität einer leicht frivolen Brillanz vorzieht.

Die Meisterschaft Viardots entfaltete sich in den folgenden fünf Liedern und entführte die Zuhörer abwechselnd in die Liedtradition Spaniens, Frankreichs und Deutschlands. Das spanische Timbre entfachte sogleich bei den bekannten Liedern nach Alfred Musset „Les Filles de Cadix“ und „Madrid“ und bezog sich wiederrum auf die Herkunft Viardots. „La Reve de Jesus“, aus der Sammlung Contes Mystiques (1890) nach Stephan BORDESE, erinnerte an die französische Klangmalerei von Faure , Massenet oder Saint-Saens. Die erste Konzerthälfte schloss mit Liedern nach Eduard Möricke, die ganz von der Lebenszeit Viardots in Baden-Baden und der engen Freundschaft zu Robert Schumann und Franz Liszt beeinflusst waren. Kancheva verstand es außerordentlich, ihre Stimme den wechselnden Partien zu färben und überzeugte mit tiefer Emotionalität.

Der zweite Teil des Konzertes wurde mit sechs russischen Liedern eröffnet, die nach Gedichten von Alexander Puschkin, Ivan Turgenev, Afanasy Fet und Michail Lermontow vertont sind. Kancheva´s Spiel mit der Russischen Sprache schloss die tiefe Expressivität vollends ein und erreichte in der Darbietung von „La adivinacion“ ihren Höhepunkt.

Aus dem Klavierzyklus der Jahreszeiten Op.37 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski wählte Angelov das „Herbstlied“ Op. 37 No.10 und erzeugte mit seinem warmen und ausgeglichenen Klang sowie der leuchtenden Melodielinie einen Spannungsbogen, der an eine nostalgische Erzählung aus alten Zeiten erinnerte. Bei seinem „Dialog der Hände“ herrschte im Konzertsaal absolute Stille.

Ein fulminantes Ende leitete Kancheva mit der „Habanera“ ein, die hier nochmals ihr stimmliches Können und die Eleganz ihres Soprans zeigte. Technisch brilliant und ausdrucksstark meisterte sie die musikalischen Variationen der anspruchsvollen Partie.

Rundum ein gelungener Konzertabend und eine nennenswerte Hommage an die große spanische Künstlerin Pauline Viardot.This is an Example


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