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Hoffnung für Schulen: gratis Computer für digitale Bildung

April 04
13:51 2018

Hoffnung für Schulen: gratis Computer für digitale Bildung
Über die Plattform pc-spende.de bekommen Schulen kostenlos gebrauchte Hardware aus Unternehmen, um digitale Bildung, IT- und Medienkompetenzen zu fördern

Hamburg, 4. April 2018 – Was digitale Bildung angeht, ist Deutschland Schlusslicht im internationalen Vergleich. Auch der 5 Mrd. schwere Digitalpakt lässt Schulen kaum auf die notwendige Hardware-Ausstattung hoffen. Im Gegenteil. Schüler sollen ihr eigenes Endgerät mitbringen. Eine Lösung, die mehr Haken als Ösen hat. Hoffnung macht eine private Initiative. Unternehmen spenden gebrauchte Hardware über pc-spende.de an Schulen. Bisher haben über 350 Firmen Computer, Monitore und Drucker im Gegenwert von über 3 Millionen Euro gespendet. Von diesem „Bildungspaket“ profitieren alle.

Die Freude war groß, als 2016 Johanna Wanka 5 Milliarden Euro für die Verbesserung der Infrastrukturen an Schulen ankündigte, um die rund 40.000 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland „mit digitaler Ausstattung wie Breitbandanbindung, W-LAN und Geräten zu versorgen“ (Quelle: Pressemeldung BMBF 117/2016). Ob 2018 endlich das versprochene Geld fließt, ist genauso unsicher, wie, wie lange es wohl braucht, bis es sich in einer besseren digitalen Infrastruktur niederschlägt. Die Kultusministerkonferenz favorisiert sogar die Strategie „Bring Your Own Device“, ließ Bildungsstaatssekretär Thomas Rachel vor einigen Tagen verlauten. Das heißt, Schüler sollen ihre Handys und Tablets mitbringen. Das ist ja schön, wenn man sie auch (endlich) in der Schule benutzen darf. Wie das im Unterricht tatsächlich funktioniert soll, ist unklar. Aber was viel gravierender ist: Das benachteiligt die ohnehin benachteiligten sozial Schwächeren und vertieft weiter die digitale Spaltung der Gesellschaft. Außerdem lassen sich viele Dinge mit mobilen Endgeräten nicht vermitteln. Ohne vernünftige Computer-Ausstattung geht es nicht.

Im Schulterschluss mit der Wirtschaft könnte das Problem in kurzer Zeit gelöst werden
„Das Problem wäre keins, wenn die in Unternehmen so häufig ausgetauschte Hardware nicht verschrottet, sondern Schulen zur Verfügung stellen würde. Alles, was die Lebensdauer eines Computers verdoppelt, halbiert die Umweltbelastung“, so Bernd Gebert, Gründer der gemein¬nützigen Plattform www.pc.spende.de. Sie vermittelt kostenlos gebrauchte Hardware aus Unternehmen an Schulen. Einfach und deutschlandweit, um digitale Bildung zu fördern. Schulen sind begeistert und sagen oft, die gebrauchten Geräte im Industriestandard haben eine höhere Qualität, als die durch Ausschreibung zur Verfügung gestellten. Und selbst Geräte mit schwächeren Leistungsindikatoren finden begeisterte Abnehmer, zum Beispiel an Grundschulen. Bisher haben sich über 350 Unternehmen beteiligt und Hardware im Gegenwert von über 3 Millionen Euro gespendet. Eine neue Website und clevere Prozesse ermöglichen jetzt auch größere Mengen zu „drehen“. Das braucht auch mehr Unternehmen, die Hardware spenden, vor allem die größeren. So könnte das Problem mangelhafter oder fehlender Computerausstattung an Schulen innerhalb von 2-3 Jahren gelöst werden. Und das nachhaltig wirksam, da Unternehmen auch in Zukunft immer wieder neue Hardware anschaffen und alte ausmustern. „Natürlich dürfen wir den Staat nicht aus der Pflicht entlassen. Aber wir dürfen uns auch nicht erlauben eine weitere Schülergeneration zu verspielen, bis die Politik endlich handlungsfähig ist“, so Gebert. „Wenn wir als ‚Innovationsstandort Deutschland‘ nicht schaffen, das Problem in den Griff zu kriegen, wäre das beschämend. Beteiligung der Wirtschaft vorausgesetzt, könnten wir Schulen innerhalb kürzester Zeit mit IT überschwemmen. Das wäre ein schönes Signal für den digitalen Aufbruch und die Wertschätzung der Wirtschaft gegenüber dem Nachwuchs.“

Schulen haben eine hohe Motivation etwas aus den gespendeten Geräten zu machen
Manche Schulen fahren 700 Kilometer quer durch Deutschland, um die begehrte Hardware abzuholen. Mit einem schönen Nebeneffekt: einer hohen Motivation, die Geräte an der Schule auch einzusetzen. So entstehen kleine Netzwerke und Engagement-Inseln mit großem Mehrwert für die Schule. Insgesamt konnten bereits über 160.000 Schülerinnen und Schüler für ihre digitale Bildung, IT-und Medienkompetenzen profitieren.

Die PC-Spenden ermöglicht Schulen Projekte, die sonst nicht möglich wären
So zum Beispiel in der Franz-Liszt-Mittelschule in Waldkraiburg (Bayern). Durch eine Laptop-Spende konnte ein „mobiler Computerraum“ eingerichtet werden, von dem gleich 500 Schüler etwas haben. Im Angebot sind Programmierkurse, Bewerbungstrainings oder der „Medienführerschein“. Am Gymnasium Weierhof (Bolanden, Rheinland-Pfalz) helfen die Computer Schülern beim experimentieren für „Jugend forscht“. An der Mittelschule Taufkirchen (Bayern) haben Neuntklässler der Informatikgruppe die Computer selbstständig aufgebaut, ins Schulnetz eingebunden und kümmern sich auch um die Wartung. An der Stadtteilschule Stellingen (Hamburg) nutzen 250 Schüler der Klassen 5-10 die gespendete Hardware und beseitigen sogar kleine Störung selbst. Die Grundschule am Sonnenberg in Alsheim (Rheinland-Pfalz) konnte mit der gespendeten Hardware eine Lernwerkstatt für 200 Schüler einrichten, die Klassenräume ausstatten und damit Lernprogramme nutzen, die für einige Schüler eine wichtige individuelle Förderung ermöglichen.

Anschluss ans digitale Zeitalter
Die Digitalisierung hält Einzug in alle Lebensbereiche. Deshalb ist es besonders wichtig die digitalen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen bereits in der Schule zu stärken. Der „schnelle Daumen“ am Smartphone reicht dafür nicht aus. Der Umgang mit dem Computer gehört bereits zu den Kulturtechniken. Und das Erlernen des kritisch-konstruktiven Umgangs mit digitalen Tools braucht pädagogische Betreuung. Laut einer Bitkom-Studie würde nahezu jeder zweite Lehrer digitale Medien im Unterricht einsetzen, wenn er sie denn hätte. Es gibt heute kaum noch einen Arbeitsbereich, in dem es keine Berührung mit der Digitalisierung gibt. Deshalb wünschen sich auch Arbeitgeber, dass die damit verbundenen Kompetenzen bereits in der Schule vermittelt werden. Viele Unternehmen klagen, dass die PC-Kenntnisse von Auszubildenden nicht ausreichen. Die Digitalisierung an Schulen zu bringen ist sicher eine sehr herausfordernde und komplexe Aufgabe. Vieles ist zu bedenken, aber klar ist: ohne Hardware geht es nicht. Langfristig nützt ein Engagement in diesem Bereich also nicht nur der Schule, sondern auch der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Hintergrund von pc-spende.de
Die Plattform pc-spende.de wurde von der gemeinnützigen Organisation „Das macht Schule“ ins Leben gerufen. Unternehmen spenden über www.pc-spende.de gebrauchte Computer, Monitore und Drucker. Schulen können auf www.das-macht-schule.net aussuchen, was sie brauchen, und müssen nicht nehmen, was sie gerade bekommen. Auch wer keine Hardware zu vergeben hat, kann sich als Bildungsförderer beteiligen und die Arbeit des gemeinnützigen Vereins finanziell unterstützen. Spendenkonto: Das macht Schule Förderverein e.V., IBAN DE16 4306 0967 0020 8080 00, BIC GENODEM1GLS, GLS Bank Bochum oder www.betterplace.org/p61418.

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PC-Spende.de ist eine Initiative von Das macht Schule. Das macht Schule hilft Lehrern Praxisprojekte umzusetzen und Schüler damit stark für die Zukunft zu machen. Wir sind ausschließlich auf die gesellschaftliche Wirkung ausgerichtet, erzielen keine Gewinne, arbeiten mit einem kleinen Team fester Mitarbeiter und finanzieren das über Stiftungen, Förderer und Spenden. Mehr: www.das-macht-schule.net.

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