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Berlin fördert Berufsabschlüsse

April 24
15:42 2018

Ohne Berufsabschluss fällt der Einstieg in die Arbeitswelt schwer. Schafft man es doch, reicht das Geld meist zum Leben nicht aus und auch die Aufstiegschancen bleiben gering.
Selbst bei gut qualifizierten Mitarbeitern wirkt sich das Fehlen eines offiziellen Abschlusses meist als große Jobbremse aus. Arbeitgeber wollen in den Unterlagen ihrer Bewerber Zeugnisse sehen.
Deshalb unterstützt das Land Berlin schon seit 2013 Menschen zwischen 25 und 40 Jahren beim Nachholen ihres Berufsabschlusses. Das Projekt „AjE – Ausbildung junger Erwachsener“ bietet Nachqualifizierungen an, für alle die schon mindestens ein Jahr praktische Erfahrung haben, aber aus unterschiedlichen Gründen nie eine Ausbildung oder ein Studium beenden konnten. Wer hier teilnimmt, kann je nach Vorerfahrung nach einer Schulung von 6 bis 24 Monaten die Abschlussprüfung vor der IHK ablegen.
Zu den beruflichen Vorerfahrungen, die zur Verkürzung der Qualifizierungszeiten führen können, gehören abgebrochene Ausbildungen bzw. abgebrochene Studiengänge, (geförderte) Beschäftigungsverhältnisse, Praktika, ggf. Weiterbildungen sowie berufsvorbereitende Maßnahmen, wenn sie dem Beruf zugeordnet werden können.
Das gilt auch für im Ausland erworbene und nachweisbare berufliche Vorerfahrungen und Berufsabschlüsse, die in Deutschland nicht anerkannt werden. Sie können genutzt werden, um ggf. in verkürzter Zeit einen anerkannten deutschen Berufsabschluss zu erwerben. Auch eine Teilnahme von Geflüchteten ist möglich, sofern die vorgenannten Kriterien zutreffen, der Aufenthaltsstatus geklärt ist (mindestens Duldung) und die Betreffenden mindestens über Deutschkenntnisse der Niveau-Stufe B1 verfügen.
Die Ausbildung im Rahmen von AjE wird in Form der „abschlussorientierten modularen Nachqualifizierung“ durchgeführt. Sie bietet die Chance:
– bereits erworbene berufliche Vorerfahrungen zur Verkürzung der Qualifizierungszeiten zu nutzen,
– einzelne, in sich abgeschlossene Module zu absolvieren, die passfähig bis zum Berufsabschluss sind,
– nur noch die Module nachzuholen, die für den Berufsabschluss noch fehlen, durch einen hohen Anteil von Betriebsphasen die Integrationschancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen,
– ggf. weitere Zusatzangebote in Anspruch zu nehmen und
– einen anerkannten Berufsabschluss über die sogenannte Externenprüfung (§45 Abs. 2 BBiG bzw. 37 Abs. 2 HwO) zu erwerben.
Aktuell kann in 19 verschiedenen Berufsbildern, die zu einem anerkannten Berufsabschluss der IHK oder HwK führen eine Nachqualifizierung absolviert werden. Das Institut für Aus- und Weiterbildung gGmbH bietet die Möglichkeit schnell zum Berufsabschluss zu kommen in sechs Berufen an.
– Mediengestalter/in Digital und Print
– IT-Systemkaufmann/frau
– IT-Systemelektroniker/in,
– Fachinformatiker/in Systemintegration
– Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung
– Kaufmann/-frau für Büromanagement
Der Ausbildungsbeginn erfolgt individuell. Er ist von den jeweiligen beruflichen Vorerfahrungen, der darauf basierenden individuellen Qualifizierungsplanung und den noch zu absolvierenden Modulen abhängig. Informationen zu den einzelnen Berufen sowie die Möglichkeit einer Termin Vereinbarung zur Beratung finden Sie unter nq.itw-berlin.de
Weitere Informationen zur Nachqualifizierung finden Sie unter anderem auch auf: www.sanq.de
Die „Ausbildung junger Erwachsener (AjE)“ ist Teil Ausbildungsplatzprogramms 2017 (BAPP 2017), eines Programms der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Die Förderung erfolgt aus Landesmitteln. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch die SPI Consult GmbH www.spiconsult.de



Als Institut für technische Weiterbildung Berlin e. V. wurde das itw 1967 auf Initiative der Berliner Wirtschaft und ihrer Verbände als gemeinnütziger Verein gegründet. 2006 wurde es in eine gemeinnützige GmbH mit dem heutigen Namen umgewandelt. Neben der klassischen berufsbegleitenden Weiterbildung setzt das itw seit den 70er Jahren arbeitsmarktpolitische Instrumente im Auftrag öffentliche Auftraggeber und für unterschiedlichste Zielgruppen um.

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