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Berufe für die Generation Grün – MVA Bonn hat keine Angst vor Fachkräftemangel

März 23
20:43 2020
MVA-Chef Manfred BeckerMVA-Chef Manfred Becker Stadtwerke Bonn

In einem gemeinsamen Zukunftsentwicklungsprogramm haben die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat der Bonner Müllverwertungsanlage (MVA) die Weichen für Veränderungen im Unternehmen im Zuge der Digitalisierung und des Generationenwechsels gestellt. Das Programm haben Geschäftsführer Manfred Becker und Mitglieder des Aufsichtsrates kürzlich bei der Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz (BAEK) in Berlin vorgestellt.

Nach Auffassung von MVA-Geschäftsführer Manfred Becker ist der Fachkräftemangel häufig ein hausgemachtes Problem. „Unternehmen, die sich auf ihre Stärken besinnen und offen für Veränderungen sind, haben es selbst in der Hand, die Herausforderungen des Arbeitsmarktes 4.0 und den Generationenwechsel erfolgreich zu bestehen“, sagte Becker. Bei den Stadtwerken werden in den nächsten zehn Jahren annähernd 80 Prozent der Führungskräfte in den Ruhestand gehen. Becker warnt:„Als Versammlung grauhaariger Herren, die alles beim Alten lassen wollen, wird ein radikaler Wandel nicht möglich sein. Wir müssen attraktiv als Arbeitgeber sein.”

Becker sieht den Zeitpunkt für einen Image-Wechsel der Branche angesichts des großen Interesses junger Menschen am Umweltschutz für ideal, um „das miserable Image der Abfallbranche“ ins Positive umzukehren. „In unserer Branche gibt es eine Fülle von anspruchsvollen modernen Berufen im Bereich der Umwelttechnologie. Für qualifizierte Bewerber bieten sich spannende Möglichkeiten, Karriere zu machen. Darüber hinaus werden wir beim Werben um gut ausgebildeten Nachwuchs noch stärker den Umweltschutzaspekt von Müllverwertungsanlagen in den Mittelpunkt rücken: Thermische Abfallbehandlungsanlagen sind eine Übergangstechnologie, die gerade mitten in einem generellen Optimierungsprozess steckt. Das Ziel ist die Senkung des Abfallaufkommens und des CO2-Verbrauchs. Zero Waste und Zero Emission sind Meilensteine, die unsere Gesellschaft noch erreichen müssen – und so lange bietet unsere Branche eine umweltfreundliche Interimslösung“, so Becker.

Mit Blick auf eine Umfrage von PricewaterhouseCoopers International (PwC), wonach nur 7 Prozent der jungen Leute derzeit eine leitende Position anstreben, hält Becker es für wichtig, innerhalb des Unternehmens Benefits anzubieten, die für eine hohe Motivation der Mitarbeiter sorgen. Wichtige Stichworte seien eine hohe Unternehmensbindung und damit verbundene höhere Zufriedenheit. „In Verbindung mit flachen Hierarchien wird uns die Nachfolgeplanung sogar Spaß machen“, ist Becker optimistisch. Und davon würden auch die „alten Hasen“ profitieren. „Bei uns lernen erfahrene Mitarbeitende neue Skills von den Nachwuchskräften und diese bekommen Erfahrungen aus erster Hand zurück. Sozusagen eine Win-Win-Situation für alle“, so Becker.
Becker setzt in Sachen langfristige Effizienz auf eine enge Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.
Regelmäßig treffen sich alle Verantwortlichen in Workshops. „Die Zeiten, in denen der Aufsichtsrat alles abnickt, sind vorbei. Der Aufsichtsrat sollte als geschlossenes Gremium Motor für Veränderungen sein, ohne sich ins operative Geschäft einzumischen. In einer Zeit, in der es nicht mehr ausreicht, sich aufs Kerngeschäft zu beschränken, sollte der Aufsichtsrat als Visionär neue Ideen mitentwickeln“, so Aufsichtsratsvorsitzender Christian Gold. Aufsichtsratsmitglieder müssten bei allen Entscheidungen im Thema stecken, Details verstehen. Nur dann sei es möglich, Impulse zu geben, zum Beispiel dafür, wie neue Geschäftsfelder entwickelt werden können oder die Wertschöpfungskette verlängert werden kann. Das Besondere am Aufsichtsrat der MVA Bonn: Alle Beschlüsse haben einstimmig zu sein. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem der Aufsichtsrat seit Jahren echte Kompromissbereitschaft beweist“, so Gold. In den Workshops geht es darum, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Die Aufsichtsratsmitglieder informieren sich dabei zum Beispiel über das Markt- und Wettbewerbsumfeld und besichtigen fremde Betriebe und Anlagen.

Die heterogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats habe sich als vorteilhaft erwiesen, weil Veränderungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfelds frühzeitig erkannt werden. Der Aufsichtsrat der MVA Bonn setzt sich zusammen aus Vertretern der CDU, SPD, Bündnis 90 Die Grünen, FDP, bonn orange und der Rheinischen Entsorgungs-Kooperation.

Erfolg setzt auch voraus, flexibeln zu sein, so Gold. „Geschäftsentwicklungen können sich von heute auf morgen komplett verändern. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass WhatsApp der großen Telekom Konkurrenz machen würde? Wer hat geahnt, dass die Schwartz-Gruppe in die Abfallwirtschaft investiert?“, fragte Gold. Kommunale Unternehmen seien gefordert, kontinuierlich die Geschäftsmodelle zu überdenken und auszubauen.

„Aufsichtsräte in Kommunalen Unternehmen“ war in diesem Jahr zum ersten Mal ein Format auf der größten Fachmesse für Abfallwirtschaft. Die große Resonanz an der Veranstaltung habe gezeigt, dass ein Bedarf am Austausch von Aufsichtsräten vorhanden ist, bestätigte Initiator Jörg Wirtgen, Geschäftsführer von WM Consult GmbH, einer Berliner Managementberatung mit Fokus auf Energiethemen.




Die MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH ist ein Tochterunternehmen des Stadtwerke-Konzerns.

MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH
Gesch.führung Dipl-Ing/Dipl Manfred Becker
Immenburgstraße 22
53121 Bonn
Deutschland
0228/
info@stadtwerke-bonn.de
www.stadtwerke-bonn.de
Pressekontakt:
Medienbüro Hövener
Christina Hövener-Hetz
Petkusser Straße 17
112307 Berlin
030/70784993
hoevener@medienbuero-hoevener.de

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